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Von Agenturschluss zum Zahltag |
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5 Jahre
nach Einführung von Hartz IV zeigen sich die dafür Verantwortlichen,
wie der ehemalige SPD-Politiker und heutige FDP-Wahlhelfer Wolfgang
Clement sehr zu frieden. Bei vielen Erwerbslosen sieht die Sache ganz
aus. Für sie bedeutet das Hartz IV Drohungen mit Sanktionen,
Demütigungen auf den Ämtern ... Aber die Betroffenen sind nicht nur
Opfer.
Aber oft wird vergessen, Hartz IV begann mit der
bundesweiten Aktion Agenturschluss. In dieser Tradition stehen heute
die Zahltag Aktionen und die solidarischen Begleitungen beim Gang zur
den Behörden. In dem Buch "Zahltag" werden aktuelle Formen von
Erwerbslosenwiderständigkeiten, die gerne übersehen werden, vorgestellt.
Hier
wird die Entwicklung von der Aktion Agenturschluss bis zu den heutigen
Zahltagaktionen dargestellt. Außerdem werden weitere Formen von
Widerständigkeiten vorgestellt, die sich gegen Effekte des Hartz
IV-Regimes richten.
Peter Nowak
Zahltag
Zwang und Widerstand: Erwerbslose in Hartz IV.
Unrast-Verlag
ISBN: 978-3-89771-103-7
80 Seiten
Preis: 7.80 Euro
Weitere Informationen:
http://unrastwildcat.blogsport.de/2010/01/06/5-jahre-hartz-iv-der-widerstand-geht-weiter/
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Notruftelefonnummer bei Zwangsumzügen
Bundesweit:
0228/2495594
(Erwerbslosen Forum Deutschland)
Für Berlin:
0800/2727278
(kostenlos innerhalb des Festnetzes Berlin)
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Freitag, 13. November 2009 |
Ein breites, gesellschaftliches Bündnis ruft auf zum Protest -gegen die
Kultusministerkonferenz am 10. 12 2009 in Bonn –
Dieser Aufruf
richtet sich besonders auch an
Erwerbslose. Erst recht sind Mütter, Väter und Jugendliche herzlich eingeladen!
Wer sind wir?
Wir sind SchülerInnen, Azubis und Studierende vom Bildungsstreik, Erwerbslose
aus den Erwerbsloseninitiativen und Arbeiter und Angestellte aus den
Gewerkschaften.
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Mittwoch, 2. Dezember 2009 |
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Staatsanwaltschaft
Aachen sieht im Verstehen von Motiven im Fall der versuchten Geiselnahme in der
ARGE Aachen eine Straftat. Gerichtstermin 4. Dezember Amtsgericht Aachen
Aachen – Die
Staatsanwaltschaft Aachen sieht in dem Verstehen der Motive, der im September
2007 versuchten Geiselnahme in der ARGE Aachen eine schwere Straftat. Ein Hartz
IV-Bezieher aus Mannheim hatte im September 2007 in dem Internetforum des
Erwerbslosen Forum Deutschland sich gewundert, dass angesichts der rechtlichen
und verwaltungstechnischen Missstände in den Hartz IV-Behörden nicht über viel
mehr Übergriffen in den Argen berichtet wurde. Dies und sein Verstehen von
übergriffige Motiven von Einzelnen reichen nun für eine Anklage vor dem
Amtsgericht aus. Unter dem Vorwurf der Billigung und Belohnung einer
Straftat wird ihm am Freitag (4. Dezember) im Amtsgericht Aachen der
Prozess gemacht. „Wir halten das ganze für eine Farce ohnegleichen. Irgendwie
stimmen die Verhältnisse nicht mehr, während Thilo Sarrazin öffentlich Hartz
IV-Bezieher und Migranten ohne Konsequenzen übel beleidigen darf, wird - unser
Ansicht nach- durch ein absurdes Theater der Versuch der Kriminalisierung eine
Hartz IV-Kritikers unternommen. Deshalb haben Erwerbsloseninitiativen dazu
aufgerufen, dem Prozess bei zu wohnen“, so Martin Behrsing, Sprecher des
Erwerbslosen Forum Deutschland. Die Verteidigung hat der bekannte Kölner
Strafverteidiger Detlef Hartmann übernommen.
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Dienstag, 24. November 2009 |
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Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
wir haben heute
wichtige Info für Euch. Einmal geht es um die Kriminalisierung von
Hartz IV-Beziehern, die sich mit- und für uns, bzw. für Euch
engagierten und nun strafrechtlich verfolgt werden. Zum anderen geht es
um die anstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Hartz
IV.
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Donnerstag, 12. November 2009 |
Entscheidungen mit weit reichenden Konsequenzen auch für Optionskommunen
Köln – Das Sozialgericht Köln hat in einem Eilbeschluss die
Vermittlungstätigkeiten der Hartz IV-Behörden erheblich eingeschränkt.
Nach Ansicht des Erwerbslosen Forum Deutschland könnte die Entscheidung
weit reichende Konsequenzen für die 69 Optionskommunen bedeuten, die
die Hartz IV-Bezieher unabhängig der Arbeitsagentur betreuen und
vermitteln.
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Sonntag, 8. November 2009 |
Die Arbeitshilfe
für das umstrittene Programm „Verbis“der Bundesagentur für Arbeit, dass in den
letzten zwei Wochen für große Aufregung im Zusammenhang mit dem Datenschutz bei
Hartz IV gesorgt hat. Dazu auch eine Anlage mit Begriffen, die u. U. datenschutzrechtlich
bedenklich sein könnten. Die Liste erhebt, laut BA, keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Sie diene lediglich als Orientierungshilfe zur
Datenbereinigung.
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Montag, 2. November 2009 |
„Erwerbslosen Forum Deutschland“ und Initiative „gegen-hartz.de“ sehen durch
neu geschaffenen Themendienst der BA objektive und journalistisch aufbereitete
Berichterstattung in Gefahr
Nürnberg - Die Bundesagentur für Arbeit kommt aus den Schlagzeilen nicht
heraus. Nach dem Datendesaster ihrer Online-Jobbörse und dem völlig
unzureichenden Sozialdatenschutz von Harzt IV-Beziehern, setzt sie nun lieber
gleich auf eigene vorgegebene Berichterstattung, die von den Medien benutzt
werden kann. Bedingung: Unveränderte Übernahme der Texte und Fotos!. Die BA
preist ihre Neuerung als „Professionelle PR-Arbeit“. Die Initiativen Erwerbslosen Forum
Deutschland und gegen-hartz.de hingegen als „Professioneller Maulkorb“. Mit
ihrem neu geschaffenen Themendienst setzt die Ba bewusst auf die Schwachstellen
zahlreicher Medien, die mangels Zeit und Personal gern professionell
zusammengestellte Artikel von Nachrichtenagenturen übernehmen. Die
Bundesagentur wird Nachrichtenagentur in eigener Sache und das ist Neu!
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Sonntag, 1. November 2009 |
Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)
Antrag auf Löschung meiner bereits erhobenen, aber nicht erforderlichen Daten (§ 84 Abs. 2 SGB X)
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Sonntag, 1. November 2009 |
Forderungsschreiben an Frank-Jürgen Weise und Heinrich Alt (Vorstand der BA)
Bonn – Nach den jüngsten Datenpannen von Seiten der Bundesagentur für
Arbeit, hat sich heute das Erwerbslosen Forum Deutschland in einem
Schreiben (1 und im Anschluss der Meldung)
an den Vorstandsvorsitzenden Frank-Jürgen Weise und Vorstandsmitglied
Heinrich Alt gewandt. Unter anderen wird gefordert, dass Hartz
IV-Bezieher ihre persönlichen Daten schützen dürfen, solange die
missbräuchliche Verwendung von Sozialdaten nicht durch Datenschützer
und einer unabhängigen Kommission ausgeschlossen wird. Dazu soll auch
ein Gesetzesparagraph ausgesetzt werden, der Teilnehmer von Maßnahmen
und Beratungsstellen zur Übermittlung von persönlichen Daten
verpflichtet (§ 61 Abs. 2 SGB II). Das Erwerbslosen Forum Deutschland
hält zudem auf seinen Webseiten einen Antrag auf Löschung bereits
erhobenen, aber nicht erforderlichen Daten bereit (2)
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Freitag, 30. Oktober 2009 |
Datenskandal der BA – Erwerbslose sollten
Datenherausgabe stoppen und Dritten die Weitergabe untersagen

Bonn – Nach den bekannt gewordenen Datenpannen bei der Bundesagentur für Arbeit
rät das Erwerbslosen Forum Deutschland allen Hartz IV-Beziehern nur noch
absolut notwenige Daten heraus zu geben und beteiligten Dritten die Weitergabe
von Daten zu untersagen. „Wir sehen uns zu diesem Schritt veranlasst, nachdem
offenbar Mitarbeiter der Hartz IV-Behörden ein äußerst gestörtes Verhältnis zum
Sozialdatenschutz haben. Dies wird durch die Bundesagentur für Arbeit ermöglicht,
indem sie sich über Bedenken von Datenschützern hinweg setzt und trotzdem ihr
System zum Einsatz bringt. Damit versucht die BA faktische Voraussetzungen für
die Aushöhlung des Sozialdatenschutzes zu schaffen. Wir fordern den Rücktritt
von Vorstandsvorsitzenden Frank-Jürgen Weise, als Konsequenz für den nicht
wieder gut zu machenden Schaden“, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen
Forum Deutschland.
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Mittwoch, 14. Oktober 2009 |
Veränderungen beim Mietrecht und Hartz IV-Bezug sind
nicht hinnehmbar
Bonn – Die in den
Koalitionsverhandlungen beschlossenen Änderungen von Schwarz-Gelb bezeichnet
das Erwerbslosen Forum Deutschland zum größten Teil als substanzlose
„Nullnummern“. Die Verdreifachung des Schonvermögens für die Altersvorsorge sei
zwar grundsätzlich zu begrüßen, jedoch könne man keineswegs von einer
Verbesserung sprechen, da nur eine sehr kleine Minderheit solche Ersparnisse
habe. „Die zukünftige Koalition verkauft Erwerbslosen und von Hartz
IV-Bedrohten eine Verbesserung, die fast gar nicht zur Anwendung kommt. Kaum
ein Arbeitnehmer oder Erwerbsloser verfügt über derart hohe Ansparungen. Wie
sollen sie dies auch bei den beschämenden Niedriglöhnen“, so Martin Behrsing,
Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland. Die Veränderungen bei
selbstgenutztem Wohneigentum sei ein überfälliger Schritt. Allerdings fordert
das Erwerbslosen Forum Deutschland Ausgleich für die Menschen, die durch die
vorherige Regelung ihre Immobilie haben aufgeben müssen. Das man keine
Reglungen beim Hinzuverdienst gefunden habe, sei nicht weiter verwunderlich,
denn hierbei handle es sich für Betroffene nicht um eine „Nullnummer“.
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Erwerbslose besetzen ARGE Köln und setzen Zahltag durch
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