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Unsere Antwort auf
den offenen Brief des Geschäftsführers der ARGE Bonn an das Erwerbslosen Forum
Deutschland. Selbstverständlich haben wir ebenfalls einen offenen Brief
verfasst. Anlass für den offenen Brief an das Erwerbslosen Forum
Deutschland durch Herrn Dieter Liminski, Arge Bonn ist die geplante
Protestveranstaltung „Zahltag“ am 4. Mai an der ARGE Bonn durch das Bündnis
„agenturschluss“.
Offener Brief der ARGE Bonn an das Erwerbslosen Forum
Deutschland vom 16.04.2009 als
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Offener Brief des Erwerbslosen Forum Deutschland an die
Geschäftsführung der ARGE Bonn vom 20.04.2009 als
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Unsere Presseerklärung vom
16.04.2009
ARGE Bonn: Sorge vor Protest am 4. Mai? -Offener Brief
an das Erwerbslosen Forum
Bonn – Ungewöhnliche Post erhielt heute das Erwerbslosen
Forum Deutschland von der ARGE Bonn. In einem offenen Brief wandte
sich der Geschäftsführer der Bonner ARGE, Dieter Liminski an die Initiative
und teilte mit, dass es „nicht im Interesse der Bonner Arbeitsuchenden sein
kann, wenn zu einem Zahltag am 4. Mai aufgerufen wird. Dieser würde nach den
bisherigen Erfahrungen in anderen ARGEn eher einer „Besetzung“ gleichen.
Zugleich betonte er, dass Erwerbslose bei auftretenden Problemen sich jederzeit
an ihren persönlichen Ansprechpartner/Fallmanager oder das Beschwerdemanagement
wenden könnten. Schließlich stünde auch der Weg des Widerspruchs bzw. Klage
offen. Die Arge sei aber
kein Raum für politische Diskussionen.
Das Erwerbslosen Forum Deutschland zeigte sich erstaunt,
wendet sich doch die ARGE
Bonn in einem offenen Brief an die Initiative. Allerdings könnte von
Zusammenarbeit keine Rede sein, wenn die Voraussetzungen von Seiten der
Geschäftsführung nicht geben seien. Es gäbe nach wie vor eklatante Missstände,
die jederzeit durch die Geschäftsführung behoben werden könnten. Als jüngstes
Beispiel nannte Martin Behrsing, die seit Anfang April eingeführte Praxis der
ARGE Bonn, wonach die
Mitarbeiter angeblich Anweisungen hätten, dass der Eingang von persönlich
abgegebenen Schriftstücken nicht mehr bestätigt würde. Dem Erwerbslosen Forum
Deutschland liegt ein Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
vor, wonach die ARGEn nicht berechtigt sind, dies zu verweigern. Ebenso sei es
nicht hinnehmbar, dass bei immer mehr Bonner Erwerbslosen die Antragsbearbeitung
unnötig verschleppt würde, weil angeblich Unterlagen fehlen würden, obwohl sie
oft mehrfach eingereicht wurden oder völlig unrelevante Sachen gefordert werden.
„Wir erinnern auch noch mal daran, dass Bonner Anwälte keine Akten zur
Einsichtnahme zugeschickt bekommen, sondern sie persönlich zur ARGE müssen. Auch sei das Auftreten und
der Einsatz des Sicherheitsdienstes in der derzeitigen Situation für Erwerbslose
kaum zumutbar. Mittlerweile kontrolliert diese private Firma schon die
Personalausweise, obwohl Betroffene Einladungsschreiben von Sachbearbeitern
haben. So behandelt man eigentlich keine Kunden, wie die Arge die Hartz IV-Bezieher bezeichnet,
sagte Martin Behrsing vom Erwerbslosen Forum Deutschland.
Das Erwerbslosen Forum Deutschland wertet den offenen
Brief der ARGE Bonn als
Angst vor ähnlichen Zuständen, wie bei entsprechenden Zahltagen an der Kölner
ARGE, indem Erwerbslose
sich selbst solidarisierten und entsprechend unterstützen. Die
Marginalisierungsstrategien von Erwerbslosen durch Hartz IV-Behörden fand dort
jedenfalls ein Ende. Die Initiative vermutet aber auch durch die Form des
Schreibens, dass eventuell politischer Druck aufgebaut werden soll, um den
Zahltag zu verhindern. Unterdessen betont dass Erwerbslosen Forum Deutschland
Gesprächsbereitschaft nach dem Zahltag. Der Zahltag wäre eine Initiative von
„agenturschluss“, einem Zusammenschluss vieler Initiativen, an der sich auch das
Erwerbslosen Forum Deutschland mit beteiligen würde. Eine Veranlassung auf den
geplanten Protest zu verzichten gäbe es auch nach dem offenen Brief nicht. Die
Ausübung demokratischer rechte gelte auch an der ARGE Bonn.
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